Forschung

Bioinformatik

(Siehe auch die Abschnitte "Funding" and "Publications".)

Wir interessieren uns insbesondere für Gesundheit und Prävention und untersuchen die molekularen Grundlagen von Alterungsprozessen (Fuellen et al., Aging and Disease, 2019).

Ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit ist die Identifizierung neuer Biomarker. In bevölkerungsbasierten Studien können dies genetische Variationen sein. Bei Patientinnen und Patienten können es charakteristische Profile des Transkriptoms sein, die mit klinischen Phänotypen in Zusammenhang stehen. Die Herausforderung besteht darin, die enorme Datenmenge aus Patientenstudien und öffentlichen Datenbanken auf eine deutlich kleinere Zahl relevanter molekularer Wechselwirkungen einzugrenzen, die anschließend experimentell untersucht werden können (Möller et al., Aging-US, 2020) (Ernst et al., Scientific Reports, 2017).

Vor diesem Hintergrund hat das IBIMA einige Konzepte („Pathway Maps“, “FocusHeuristics”, “ExprEssence”) entwickelt. Diese ermöglichen es, krankheitsbezogene Expressionsdaten mit öffentlich verfügbaren molekularen Netzwerkdaten zu verknüpfen und daraus krankheitsrelevante Netzwerke abzuleiten. Darüber hinaus untersuchen wir, wie sich diese Ansätze nutzen lassen, um Veränderungen des Transkriptoms bei Erkrankungen möglichst präzise mit den durch Arzneimittel – sowie Kombinationen verschiedener Wirkstoffe – hervorgerufenen Veränderungen zu vergleichen (Struckmann et al., Briefings in Bioinformatics, 2020).

Biostatistik

​​​​​​Der Bereich Biostatistik des Instituts für Biostatistik und Informatik in Medizin und Alternsforschung der Universitätsmedizin Rostock befasst sich mit der Anwendung statistischer Methoden für alle Bereiche der medizinischen Forschung. Dafür bedarf es einer fundierten methodischen Grundlage, damit wissenschaftliche Erkenntnisse zuverlässig gewonnen, bewertet und interpretiert werden können. Die Biostatistik unterstützt dabei Forschende in der sorgfältigen Planung der Studien in der gezielte Erhebung, Aufbereitung und Qualitätssicherung der Daten sowie bei der statistischen Analyse und Interpretation der Forschungsergebnisse.

Ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit ist die Kooperation unterschiedlicher Disziplinen. Wir legen großen Wert auf eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit medizinischen Forschungspartnerinnen und Forschungspartnern, einen wertschätzenden Austausch sowie die verständliche Vermittlung komplexer statistischer Zusammenhänge.

Darüber hinaus unterstützt der Bereich Biostatistik den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die medizinische Praxis. Durch die Vermittlung methodischer Grundlagen der Biostatistik und Epidemiologie schaffen wir zudem eine wichtige Qualifikation für wissenschaftliches Arbeiten im Kontext evidenzbasierter Medizin.